In einigen Ländern ist für die Benutzung der Autobahnen eine Gebühr zu entrichten. Damit werden die Erhaltung und der Ausbau des Straßennetzes finanziert. Um zu dokumentieren, dass man diese Art der Straßenmaut auch tatsächlich bezahlt hat, klebt man eine Vignette an die Windschutzscheibe, die von den Organen der Straßenaufsicht ohne großen Aufwand kontrolliert werden kann. Auch die Schweiz ist seit dem Jahr 1985 eines der Länder, in denen der Kauf einer Vignette notwendig ist.
Auf welchen Straßen wird in der Schweiz eine Vignette benötigt?
In der Schweiz dürfen “Nationalstraßen”, also Autobahnen, nur mit einer gültigen Vignette befahren werden. Die Vignettenpflicht gilt für Motorfahrzeuge mit bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Es gibt Ausnahmeregelungen für das Militär und für Einsatzfahrzeuge.
Was kostet die Vignette, welche Arten gibt es und wo erhält man sie?
Die Vignette kostet 40 Schweizer Franken, das sind umgerechnet etwa 35 Euro. Im Gegensatz zu anderen Ländern gibt es in der Schweiz nur die Möglichkeit, eine Jahresvignette zu kaufen, die jeweils vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Jänner des Folgejahres gültig ist. Kürzere Zeiträume sind nicht vorgesehen. Die Vignette wird an Tankstellen, Postämtern, Garagen, Geschäftsstellen des TCS und bei der Einreise an den Zollämtern verkauft. Man kann die Vignette aber auch vor der Anreise online bestellen, sie wird dann per Post zugesandt. Die Vignette muss gut sichtbar an der Innenseite der Frontscheibe angebracht werden. Das Ablösen der Vignette, um sie mit einem anderen Fahrzeug zu verwenden, ist nicht gestattet. Zur Erleichterung der Kontrollen wird die Vignette übrigens jedes Jahr in einer anderen Farbe gedruckt.
Was passiert, wenn man ohne Vignette angehalten wird?
Auch wenn man nur eine kurze Strecke auf einer Autobahn in der Schweiz zurücklegt, sollte man die Vignette nicht vergessen. Wird man ohne diese Plakette angetroffen, so sind – zusätzlich zum Preis der Vignette – 100 Schweizer Franken als Bußgeld zu entrichten.